Donnerstag, 21 2019

Die Funktionsweise von Infrarotheizungen

1. Worin unterscheiden sich Infrarotheizungen im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen?



In der Regel werden fossile Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas, Strom) dazu benutzt, ausschließlich die umgebende Luft zu erwärmen, welche dann den Menschen erwärmen soll. Bei diesem System, welches bei einer Konvektionsheizung auftritt, entwickelt sich im Raum eine ständige Luftzirkulation, hierbei steigt warme Luft auf und kalte Luft sinkt ab. Folge davon sind ein hoher Energieverlust, trockene Raumluft, Aufwirbelungen von Staub, Bildung von Schimmel und somit auch ein unangenehmes Raumklima.

Im Vergleich dazu produzieren Infrarotheizungen Strahlungswärme, diese ist mit der natürlichen Wirkung der Sonne zu vergleichen. Hierbei wird nicht die Umgebungsluft erwärmt, sondern Wände, Personen oder Einrichtungsgegenstände werden direkt erwärmt. Die direkte Erwärmung sorgt dafür. Dass Umgebungsflächen, wie zum Beispiel Wände, die Wärme an den Raum abgeben. Für Personen, die sich im Wirkungsgrad der Infrarotheizung von drei Metern befinden, ist die Wärme unmittelbar spürbar. Dieses wohltuende Gefühl ist vergleichbar mit der angenehmen Wärme eines Kamins. Bei Infrarotheizungen ist es ausreichend, die Temperatur zwei bis drei Grad niedriger einzustellen, da die ausgehende Infrarot-C-Strahlung tiefer in die Haut eindringt als normalerweise produzierte Wärme, die Haut wird nicht ausschließlich oberflächlich erwärmt.

Dadurch, dass es bei einer Infrarotheizung zu keiner Aufwirbelung von Staub kommt, bietet sie deutliche Vorteile für Asthmatiker und Allergiker.

Die Erwärmung des Heizpaneels hängt von dem verwendeten Material ab, die Temperatur der Vorderseite liegt in der Regel aber zwischen 85 und 100°C. Stahl hat eine enorm effektive Strahlungswirkung und ist der beste Leiter, da die Erwärmung sehr schnell erfolgt. Natursteinheizungen haben den Vorteil, dass sie die Wärme sehr lange speichern und somit auch sehr lange nachheizen können, deshalb brauchen sie auch sehr lange zum Aufheizen.

Dank unserer ansprechenden Designs wirkt Ihre Infrarotheizung wie ein Teil Ihrer Einrichtung. Sie können die Heizung an der Wand oder an der Decke anbringen, entweder Sie verbinden es auf direktem Wege mit der Steckdose oder Sie lassen die Heizung über Ihre Stromleitungen installieren. Obwohl ein Raumthermometer möglicherweise nur 19°C anzeigt, empfindet man eine Wärme zwischen 21 und 22°C, dies zeigt, dass ein übliches Thermometer Strahlungswärme nicht einfach messen kann. Die erzeugte Infrarot-C-Strahlung sorgt für ein angenehmes Körpergefühl, da sie tiefer in die Haut eindringt als Luft, die nur oberflächlich erwärmt wurde.

Funktionsweise einer Infrarot-Heizung

Die Funktionsweise einer Infrarot-Heizung

2. Welche Technik verbirgt sich hinter Infrarotheizungen



Man unterscheidet drei Arten von Infrarotstrahlung:

  • kurzwellige Infrarot-A-Strahlung
  • kurzwellige Infrarot-B-Strahlung
  • langwellige Infrarot-C-Strahlung (Infrarotheizung)

Die Strahlung beziehungsweise die Wärmewellen einer Infrarotheizung bestehen aus langwelligen Infrarot-C-Strahlen. Nehmen wir als Beispiel die Sonne. Sie ist der größte Erzeuger von Infrarotstrahlen und erwärmt durch diese das Meer. Die Luft alleine ist nicht dazu im Stande, das Meer zu erwärmen. Ähnlich wie die Sonne erwärmt die Infrarotheizung die bestehenden Umgebungsflächen und nicht die Luft.

3. Wie lange dauert es, bis man mit einer Infrarotheizungen heizen kann?



4. Ist Infrarotheizung gefährlich?



Die erzeugte Infrarotstrahlung bei Infrarotheizungen ist die gleiche, die auch von der Sonne abgegeben wird. Ohne die Sonne und die von ihr abgegebene C-Strahlung wäre auf unserer Erde kein Leben möglich. Die Infrarot-C-Strahlung von Infrarotheizungen ist für den Körper und sein Immunsystem wohltuend und bewirkt ähnliche Effekte wie ein Bad in der Sonne. Die Paneele haben eine Oberflächentemperatur von circa 95°C, es besteht keine Gefahr von Verbrennungen, wenn die Heizung nur kurz berührt wird. Außerdem sind Sicherheitssensoren angebracht, die die Heizungen zusätzlich vor Überhitzung schützen. Ein hoher Qualitätsstandard wird durch die TÜV-Prüfung und Zertifizierung gewährleistet.

5. Wie kann man mit Infrarotheizkörpern effektiv heizen?



Wie in den vorausgehenden Abschnitten bereits erklärt wurde, erwärmen Infrarotheizungen die Umgebungsflächen in einem Raum, damit diese wärmer sind als die Raumluft. Bei konventionellen Heizsystemen bleiben die Wände zum größten Teil kalt, da hauptsächlich die Luft erwärmt wird.

Bei der Nutzung von Infrarotheizungen dienen die Wände als Wärmespeicher. Dies hat für Sie die Folge, dass die die Infrarotheizungen, zum Beispiel, wenn sie das Haus morgens verlassen, nicht ganz ausschalten sollten. Sind die Infrarotheizungen ausgeschaltet, geht die gespeicherte Wärme in den Umgebungsflächen verloren und das Mauerwerk kühlt sehr stark ab. Um den Raum wieder auf eine angenehme Temperatur zu bringen, ist ein hoher Energieaufwand nötig. Wenn Sie beispielsweise eine Temperatur von 21°C wünschen, sollte die Infrarotheizung bei Ihrer Abwesenheit auf 16°C programmiert sein. Somit wird ein stationärer Zustand erreicht, was bedeutet, dass Wände, Decken, der Fußboden, also der gesamte Raum, gleichmäßig temperiert ist. Um diesen stationären Zustand beizubehalten braucht die Infrarotheizung die geringste Menge an Energie. Im Vergleich zum stationären Zustand würde durchaus mehr Strom bzw. Energie benötigt werden, wenn der Raum permanent abgekühlt wird, um ihn später wieder vollständig aufzuheizen.

Zum besseren Verständnis kann man dieses System mit Joggen oder Radfahren vergleichen: wenn sie eine konstante Geschwindigkeit beibehalten benötigen Sie nur sehr wenig Kraft, um zu beschleunigen. Wenn Sie ihre Geschwindigkeit jedoch nicht beibehalten und dauernd langsamer werden, brauchen Sie später viel mehr Kraft, um wieder zu beschleunigen.

Die einzige Ausnahme hier ist das Badezimmer: da das Bad nur stundenweise genutzt wird, ist es nicht sinnvoll, den Raum den ganzen Tag über auf einer konstanten Temperatur zu halten. Hier macht es mehr Sinn, die Raumtemperatur mit der Hilfe eines programmierbaren Thermostates zu regeln.

Da die Gefahr von Schimmelbildung bei Temperaturen von weniger als 14°C besteht, ist es wichtig, dass Schlafzimmer diese Temperatur nicht unterschreiten.



 Matthias Kreuz 

 Autor Infrarotheizung 

Im Bereich Infrarotheizung hat Herr Kreuz viele Jahre Praxiserfahrung und kennt so viele Hersteller und Qualitätsunterschiede, sowie Vor- und Nachteile der Technologie. Zudem hat er viele Praxisbeispiele gesehen und kann hierdurch aus erster eigener Sicht berichten.