Donnerstag, 21 2019
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Preisbildung von Infrarotheizungen und Preisdifferenzen

Auf dem freien Markt gibt es hohe Preisunterschiede für Infrarotheizkörper. Nach einer Analyse von uns kostet eine klassische Infrarotheizung mit 600 Watt Leistung und den Maßen 90 x 60 cm bei Billiganbietern 140 € und bei sehr hochpreisigen Markenherstellern 750 €. Hier stellt sich die Frage, wie diese enorm hohen Preisunterschiede, wenn es überhaupt möglich ist, gerechtfertigt werden. Worauf muss ein Kunde beim Kauf einer Infrarotheizung achten? Welche Faktoren beeinflussen die Preisbildung ausschlaggebend?

Die nachstehend aufgeführten Kriterien beeinflussen den Preis einer Infrarotheizung:

1. Fertigung und verarbeitete Rohstoffe


Angebrachter Marmorheizkörper

Angebrachter Marmorheizkörper

Materialeinsatz und Produktionskosten
Ein zentraler Preisindikator für Infrarotheizung sind die Materialien, aus denen der Heizkörper gefertigt wurde und die Kosten für die Produktion der unterschiedlichen Werkstoffe.

Natursteinheizungen sind zum Beispiel um einiges teurer als eine klassische Heizung mit einem Stahlgehäuse, da der Rohstoff Naturstein viel teurer ist als Stahl.

Glasbildheizungen kosten mehr als Glasheizungen ohne Bild, da die Glasbildheizung in der Herstellung einen hohen Aufwand mit sich bringt, da sie aufgrund des Digitaldrucks mit hohen Temperaturen in Verbindung gebracht wird.

Land der Herstellung und Qualität der Materialien
Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Preisbildung einer Infrarotheizung sind das Produktionsland und die damit verbundene Qualität der verwendeten Materialien. Bei einer Produktion made in Germany, bei der hochwertige Stoffe mit einer aufwendigen Produktion in Deutschland kombiniert werden, schießen die Kosten und somit auch der Preis rasch in die Höhe. Es gibt weiter Standorte im Ausland innerhalb Europa, in denen Heizungen produziert werden, die sich kaum von den Infrarotheizungen aus Deutschland unterscheiden, sowohl qualitativ als auch preislich.

2. Produktmerkmale und Prüfzeichen


Funktionen des Produkts
Die Temperaturen, die sich auf der Rückseite einer Infrarotheizung bilden, sind ausschlaggebend für den optimalen Betrieb einer Heizung. Diese Temperaturen sollten möglichst geringgehalten werden, damit man kein bares Geld, also keine wertvolle Energie, verschwendet. Selbst bei bekannten Herstellern für Infrarotheizkörper, insgesamt sogar bei knapp 90 % der Hersteller, erreicht die Rückseite des Paneels eine Temperatur von bis zu 50°C. Hier sticht die Firma Haustek heraus, die eine Temperatur von nur etwa 20-30°C auf der Rückseite der Heizung nachweisen kann. Die geringe Temperatur ist dank der besonderen Verarbeitung der Produkte und der hohen Dämmqualität möglich. Diese Faktoren treiben den Preis einer Infrarotheizung in die Höhe. Weitere Gründe für einen hohen Preis sind beispielsweise patentierte Aufhängesysteme oder bereits integrierte Funkthermostatsysteme.

Darstellung der mit einem Funkthermostat gemessenen Temperaturen

Darstellung der mit einem Funkthermostat gemessenen Temperaturen

TÜV, GS und Co.
Für den Kunden spielen Prüfsiegel und Zertifikate, wie zum Beispiel das bekannte TÜV-Siegel eine wichtige Rolle, da sie ein Garant für Qualität sind und Vertrauen zum Hersteller beweisen sollen. Für die Hersteller allerdings sind diese Prüfsiegel sehr teuer, aufgrund dessen, dass jedes Jahr Kosten für die werbliche Nutzung anfallen und zusätzlich jede einzelne Infrarotheizung separat getestet werden muss. Bei einem Produktangebot mit Infrarotheizungen mit zehn verschiedenen Wattleistungen, muss der Hersteller mit Kosten in Höhe von 70.000-100.000 € rechnen, diese Kosten müssen üblicherweise im Verkaufspreis einberechnet werden.

TÜV und GS Prüfzeichen

TÜV und GS Prüfzeichen



 Matthias Kreuz 

 Autor Infrarotheizung 

Im Bereich Infrarotheizung hat Herr Kreuz viele Jahre Praxiserfahrung und kennt so viele Hersteller und Qualitätsunterschiede, sowie Vor- und Nachteile der Technologie. Zudem hat er viele Praxisbeispiele gesehen und kann hierdurch aus erster eigener Sicht berichten.